Archiv | August, 2011

der kreis schließt sich.

19 Aug

kalkterassen im yellowstone national park.

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der kreis schließt sich.

15l08l11

white line fever.

Wir hatten uns einiges vorgenommen, denn bereits am nächsten tag wollten wir so viel zeit wie möglich im yellowstone national park verbringen. Aber dahin mussten wir erst einmal kommen. Wir fuhren also immer richtung norden, um dann bei portland richtung osten abzubiegen. Mit der müdigkeit wurden wir dank zahlreicher tankstopps und fahrerwechsel recht gut fertig. Die langsam aufgehende sonne bescherte uns eine wunderschöne morgendämmerung. Nachdem wir endlich oregon hinter uns gelassen hatten, legten wir eine ausgedehnte mahlzeit an der ersten raststätte in idaho ein. Diese war gleichzeitig eine art welcome-center schrägstrich informationsstätte mit kostenlosem kaffee, vorzüglichem wlan und einer überfreundlichen dame am empfang. Nach der willkommenen stärkung machten wir uns wieder auf den weg. Es lag immernoch ein ganzes stück vor uns. Nach einer weile brachte uns der mangel an benzin zu einer nach frittenfett duftenden tankstelle irgendwo im nirgendwo. Dank der mittagshitze ließen wir uns dazu hinreißen, jeder einen der liebevoll beworbenen milchshakes mitzunehmen. Das ist ja an sich nichts verwerfliches, aber das zeug war nicht von dieser welt. Mit so etwas sättigendem und geschmacksintensivem hatten wir beide nicht gerechnet. Und die konsistenz.. man hätte versuchen können, die  masse aus dem becher zu schütten. Es hätte nicht funktioniert. So ein zäher, klebriger und eiskalter brei, unglaublich. Ich weiß nicht mehr wie lange wir gebraucht haben, um die becher zu leeren. Es war eher ein kampf als eine erfrischung und wir mussten uns auch eine ganze weile davon erholen. Das gute war, dass wir in der zwischenzeit unserem ziel immer näher kamen. Am abend machten wir dann noch einmal halt, um verpflegung für die nächsten tage und eine decke gegen die uns bevorstehende kälte zu kaufen. Diese entscheidung sollten wir nicht bereuen, denn bereits an diesem abend, als wir gegen mitternacht (mountain time) unser zelt aufschlugen, wurde es ziemlich frostig. Wir nächtigten wieder einmal auf einem koa campground. Da wir in den vergangenen stunden über 1000 meilen zurückgelegt hatten, schliefen wir, kurz vor den toren des national parks, schnell und zufrieden ein.

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california

13 Aug

die zabriskie lakes im death valley national park.

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california.

06l08l11

auf dem weg zum badwater basin mitten im tal des todes.

Am nächsten morgen ging es von dem kleinen motel zwar ausgeschlafen, aber irgendwie angeekelt von dem betörenden und allgegenwärtigen duft des frittenfettes, los. Nein, nicht ganz. Natürlich füllten wir noch einmal den tank unseres immer noch strahlend blauen focus, wir wollten ja schließlich durch das gesamte death valley fahren. Berüchtigt für seine gnadenlose hitze und unzähliger todesfälle. Im nationalpark angekommen, führte uns die scenic road direkt zu den überbleibseln des vor 9millionen jahren ausgetrockneten zabriskie lakes. Die gerade einmal hundert meter zum aussichtspunkt legten wir zu fuß zurück und schon jetzt spürten wir die sengende hitze auf unseren körpern. Aber das sollte es natürlich noch nicht gewesen sein auf der hitzescala. Das thermometer zeigte gerade einmal 40grad im schatten an. Aus unserem reiseführer hatten wir erfahren, dass der tiefste punkt der usa, genannt das badwater basin, sich im death valley befindet und ganze 85,5m unter NN liegt. Also nichts wie hin. Das thermometer in unserem auto kletterte auf gute 46grad celsius. In dieser hitze kapituliert der körper und hört einfach auf zu schwitzen. Ich schaffte es gerade 50m in den salzsee hineinzulaufen, bevor ich mich auf den weg zurück zu unserem klimatisierten auto machte. Sascha hielt viel länger durch. Die ganze umgebung wirkte surreal durch das hitzeflimmern im wüstensand und die doch stattliche anzahl der menschen die sich im basin aufhielten. Im auto angekommen, zerlief man nach spätestens 5minuten. Überall auf der haut bildeten sich ganze sturzbäche, als wöllte der körper alles nachholen, was ihm durch den heißen wind versagt geblieben war. Wir fuhren durch das tal des todes noch eine gefühlte ewigkeit. Den weg hinaus fanden wir in der dämmerung und übernachteten schließlich auf einem kleinen zeltplatz ohne duschen, aber einem unglaublichen ausblick auf die white mountains.

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canyons teil2

4 Aug

entlang des virgin rivers im zion national park.

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canyons teil2.

02l08l11 & 03l08l11

Den nächsten morgen verbrachten wir entspannt am pool bis wir ca 11uhr endlich auscheckten und uns auf den weg in den canyonland np machten. Um uns die zeit zu vertreiben, zählten wir abwechselnd tiere in englisch auf. Es schlug in ein etwas nervenaufreibendes battle um, dass bis aufs blut und voller begeisterung ausgetragen wurde. Während dessen fuhren wir an der einfahrt zum nationalpark vorbei. Unseren fehler bemerkten wir erst eine gute stunde später und entschieden einfach weiter zu fahren. Es zog uns zum highway nummer 12. Dieser führt durch eine gering besiedelte gegend und diente uns als verbindungsstück zum bryce canyon nationalpark. In jedem unserer reiseführer war der hwy numero 12 als eine landschaftlich aussergewöhnlich schöne route ausgewiesen. Leider sagte keiner genau warum, was es für uns sogar noch sehenswerter machte. Angegeben waren viele kleine randinformationen, wie z.b.: letzter weiße fleck auf der landkarte der usa, so isoliert, dass die wenigen siedler fast autark lebten, maultiere, welche die post brachten, bis in den siebziger jahren der hwy 12 gebaut wurde.

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der ersteachtezweitausendundelf

1 Aug

im arches national park.

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der ersteachtezweitausendundelf

01l08l11

autofriedhof in buff.

Der weg von mesa verde richtung arches führte uns wieder durch kaum besiedeltes cowboy- und indianerland. Eigentlich trocken und wüstengleich wurden doch hier und da, mittels intensivster bewässerung, dem boden ein paar körner mais abgetrotzt. Irrealer waren nur noch die autofriedhöfe entlang der straße. Der größte befand sich in buff, in der es außer zwei, drei häuser nichts anderes gab. Sascha hatte seinen spaß an den mehr oder weniger gut erhaltenen karosserien, von denen viele das prädikat ‚sehr schön‘ verdient hätten – zumindest wurde mir, als nichtwissender, dies so weitergegeben. Unser reiseführer empfahl uns einen kleinen abstecher in den süden des canyonland nationalparks zum petroglyphenrock. Gesagt, getan. Petroglyphen sind kleine piktogramme die menschen vor uhrzeiten in felsen gehauen haben.

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